Wenn im Winter kein Wasser mehr abläuft und das Rohr kalt anfühlt, ist es wahrscheinlich eingefroren. In Bielefeld können Frostperioden besonders Rohre in unbeheizten Kellern, Garagen und Außenwänden treffen. Schnelles, aber vorsichtiges Handeln verhindert einen Rohrbruch.
Warum eingefrorene Rohre gefährlich sind
Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus. Dabei entsteht Druck im Rohr, der zu Rissen führen kann. Ein gebrochenes Rohr verursacht weit mehr Schaden als die ursprüngliche Verstopfung durch Eis. Niemals offenes Feuer oder einen Heißluftföhn direkt auf das Rohr richten, das erhöht die Bruchgefahr und ist brandgefährlich.
Schritt-für-Schritt-Auftauen
- Hauptwasserhahn leicht öffnen, damit aufgetautes Wasser abfließen kann.
- Den betroffenen Rohrabschnitt lokalisieren: kalt anfassen, klopfend prüfen.
- Warme (nicht heiße) Wärmedecke oder Heizkissen um das Rohr legen.
- Alternativ: Warmluftgebläse aus sicherem Abstand richten, nie auf eine Stelle konzentrieren.
- Geduld: Der Prozess dauert je nach Eisstärke 30 Minuten bis mehrere Stunden.
- Nach dem Auftauen alle sichtbaren Verbindungen auf Risse oder Feuchtigkeit prüfen.
Vorbeugung in Bielefelder Frostnächten
Gefährdete Rohre in Außenwänden oder unbeheizten Bereichen mit Dämmmaterial umwickeln. Tropfenlassen des Wasserhahns bei extremem Frost hält Rohre in Bewegung und verhindert das Einfrieren.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob das Rohr schon gebrochen ist?
Feuchte Stellen an der Wand, Geräusche beim Auftauen oder sichtbare Risse im Rohr deuten auf einen Bruch hin. In diesem Fall sofort das Wasser absperren und einen Notdienst in Bielefeld rufen.
Kann ich eingefrorene Rohre mit kochendem Wasser auftauen?
Das ist nicht empfehlenswert. Der starke Temperaturunterschied kann Kunststoffrohre verformen und Metallrohre zum Platzen bringen. Lauwarmes bis warmes Wasser ist deutlich sicherer.
Zahlt die Versicherung bei einem Rohrbruch durch Frost?
Leitungswasserschäden durch Frost sind oft in der Gebäudeversicherung abgedeckt, wenn ausreichende Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung.