Kurzantwort: Fett erstarrt im Rohr und bindet Speisereste, Haare und Seife zu einem harten Pfropfen. Kochendes Wasser mit Spülmittel hilft bei frischen Ablagerungen. Bei alten, eingebackenen Fettschichten ist die professionelle Hochdruckspülung nötig.
Wie entstehen Fettablagerungen?
Beim Abwaschen oder Kochen gelangen Fette und Öle flüssig in den Abfluss - das fühlt sich harmlos an. Doch bereits wenige Zentimeter hinter dem Siphon kühlt das Abwasser ab. Fett erstarrt unter 40 Grad Celsius und haftet an der Rohrinnenwand. Schicht um Schicht wächst der Belag, bis der Querschnitt so eng ist, dass nichts mehr durchfließt. Besonders betroffen sind Küchenabflüsse in Bielefelder Gastronomiebetrieben und Mehrfamilienhäusern.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Der Küchenabfluss läuft immer langsamer ab
- Übler, ranziger Geruch aus der Spüle
- Wasser steht kurz in der Spüle, bevor es abläuft
- Handelsübliche Entstopfer helfen nur kurz, das Problem kehrt zurück
Methoden zur Beseitigung
Kochendes Wasser und Spülmittel
Bei frischen, weichen Ablagerungen gießen Sie einen Liter kochendes Wasser gemischt mit einem großzügigen Schuss Geschirrspülmittel in den Abfluss. Das Spülmittel emulgiert das Fett, das heiße Wasser löst es von der Rohrwand. Wiederholen Sie das zwei- bis dreimal. Achtung: Bei PVC-Rohren kein kochendes, sondern nur sehr heißes Wasser (80 Grad) verwenden, um die Verbindungen nicht zu beschädigen.
Natron und Essig
Geben Sie drei bis vier Esslöffel Natron in den Abfluss, gefolgt von 200 ml Essig. Die Reaktion schäumt und lockert Ablagerungen. Nach 20 Minuten mit heißem Wasser nachspülen. Diese Methode funktioniert gut als regelmäßige Pflege, nicht als Sofortlösung bei schwerer Verstopfung.
Mechanische Reinigung mit der Spirale
Eine Rohrreinigungsspirale zerstückelt und lockert den Fettpfropfen mechanisch. Für Haushalte gut geeignet, wenn der Pfropfen nicht zu tief sitzt.
Professionelle Hochdruckspülung
Eingebackene Fettschichten, die seit Monaten oder Jahren gewachsen sind, lösen sich nur durch Hochdruckspülung. Ein Bielefelder Rohrreinigungsbetrieb setzt bis zu 200 Bar ein und spült die Ablagerungen vollständig heraus. Anschließend ist das Rohr wieder so durchgängig wie neu.
Langfristig vorbeugen
- Fett niemals in den Abfluss: Speisereste und Bratfett in alten Konservendosen oder Zeitungspapier sammeln und in den Restmüll geben
- Sieb benutzen: Ein feines Abflusssieb hält Speisereste zurück
- Wöchentliche Heißwasserpflege: Einmal pro Woche kochendes Wasser nachspülen hält die Rohre frei
- Regelmäßige Inspektion: In Gastrobetrieben und Mehrfamilienhäusern empfiehlt sich eine jährliche Kanalreinigung
Fazit
Fettablagerungen sind in Bielefelder Küchen ein Klassiker. Wer regelmäßig vorbeugt, spart sich die teure Reinigung. Ist der Pfropfen erst einmal hart und groß, hilft nur der Fachmann.